«Das CIG war ein wichtiger Schritt, ein wichtiges Puzzle-Teil in meinem Werdegang. Das CIG gab mir durch die vielfältige Tagesstruktur einen Halt und half mir dabei, meine Orientierungsschwierigkeiten zu überwinden, sowie neue Lebensperspektiven zu entwickeln.
Die Lage mitten im Berner Oberland erlaubt eine ganze Reihe von Aktivitäten in der Natur, die mir sehr gut getan haben. Am liebsten mochte ich das Skifahren, das Nachtschlitteln und die vielen Lager, die wir immer wieder durch das Jahr hatten. Auch der Sport war für mich ein wichtiger Bestandteil. Die Vielfältigkeit der Erlebnisse half mir, verschiedene Perspektiven einzunehmen und meine Grenzen spielerisch zu erfahren. Ich habe im CIG viel gelernt, das für meinen weiteren Lebensweg von Bedeutung war und ich konnte viele neue Freundschaften aufbauen, die ich teilweise auch heute noch pflege. Ich denke gerne an die Zeit zurück, manchmal auch mit ein bisschen Wehmut, denn die Jugendzeit hat doch auch etwas Schönes.»
Master of Arts
«Ich kam ins CIG weil ich Probleme in der Schule hatte, mit Mobbing und den Noten. Ich mochte im Internat, dass wir 24 Stunden mit unseren Freunden zusammen waren und ich nicht alleine war. Die Ausflüge und die Projektwochen waren super. Wir gingen jedes Jahr eine Woche nach Le Lavandou in Südfrankreich.
Ich habe im Internat Aktivitäten erlebt, die ich sonst nie gemacht hätte: Kanu fahren, Go-Kart fahren, Klettern, etc.
Ich hatte super Coaches, die auf mich zu kamen, mir zuhörten und nicht einfach Strafen gaben oder urteilten. Sie versuchten, mich zu verstehen und mir zu helfen.
Als ich dort war, störten mich ein paar Sachen - ich wollte nach Hause, weil ich so Heimweh hatte. Nun, nach 4 Jahren, vermisse ich die Zeit im Internat, die Schulkollegen und die vielen Ausflüge sehr. Ich denke oft an das, was ich erlebt habe und vermisse es, mit Kollegen so eng befreundet zu sein und zusammen zu wohnen. Auch wenn es ab und zu Streit gab, hatten wir es immer lustig und super.
Auch wenn man sich verliebt hat und ein Paar war, wurde dies von der Schule toleriert - man musste sich einfach an die Regeln halten.
Ich wurde reifer und erwachsener, da ich auch mehr auf mich selbst gestellt war. Trotz der tollen Unterstützung wurden wir nicht bemuttert.
Das Internat brachte mir neue Freunde, eine sehr schöne Zeit und viel Erfahrungen. Danke!»
In der Lehre als Coiffeuse EFZ
«Ich war vom 13. bis zu meinem 19. Lebensjahr im Internat in Interlaken/Gsteigwiler. Der Start war für mich nicht einfach – viele neue Kinder, eine neue Umgebung und die Herausforderung, mich zu integrieren. Mit der Zeit wurde es jedoch zu einer sehr besonderen Zeit für mich. Wir waren wie eine kleine Familie, haben Freundschaften aufgebaut und das Leben in den 3–4er Zimmern hat mir geholfen, mich nie alleine zu fühlen.
Natürlich war nicht alles perfekt. Der Alltag war strukturiert und oft streng. Gleichzeitig haben wir aber unglaublich viele schöne Erlebnisse geteilt: Wandern, Schlitteln, Ski- und Snowboardfahren, Ausflüge nach Südfrankreich, Bowling, Kino und vieles mehr. Am Anfang wollte ich auf niemanden hören und habe meinen eigenen Kopf durchgesetzt, doch im Verlauf der Jahre habe ich gelernt, wie wichtig es ist, auf die Betreuer zu hören und sich weiterzuentwickeln.
Im Anschluss durfte ich intern im CIG meine Lehre als Köchin EFZ absolvieren und erfolgreich abschliessen. Besonders bedanken möchte ich mich bei Micha Häsler, der mich unterstützt, gefördert und manchmal auch genervt hat – aber genau das hat mich weitergebracht. Während dieser Zeit durfte ich im Lehrlingshaus wohnen, was eine tolle und prägende Erfahrung war. Danach zog ich mit Sarah in eine WG, in der wir viel Freiraum hatten, aber immer wussten, dass wir nicht alleine sind.
Heute bin ich dankbar für meine Zeit im Internat. Sie hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Nach meinem EFZ habe ich eine Weiterbildung zur Spital- und Arztsekretärin gemacht, wurde Supervisorin in der Restauration, arbeite nun als Teamleiterin Restauration und mache aktuell die Weiterbildung zur Bereichsleitung mit eidgenössischem Ausweis.
Ich bin stolz darauf, was aus mir geworden ist – auch wenn viele, mich eingeschlossen, das früher nicht für möglich gehalten hätten.
Danke für alles»
Teamleiterin Restauration